Es kommt gar nicht so selten vor, dass ein Reha-Antrag abgelehnt wird. Der Zeitpunkt der Antragstellung kann z.B. eine Rolle hinsichtlich der Ablehnung gespielt haben: Im Frühjahr und Sommer werden am häufigsten Anträge gestellt, sodass die Wahrscheinlichkeit steigt, eine Ablehnung zu erhalten. Ein weiterer Grund kann darin begründet liegen, dass man im Antrag den Wunsch geäußert hat, in eine bestimmte Gegend zu kommen oder man gar in eine bestimmte Klinik innerhalb Deutschlands möchte. Wenn dies ohne fundierte medizinische Begründung geschieht, kann leicht der Verdacht aufkommen, man wolle eher Urlaub machen, anstatt sich über den Grund für die Rehamaßnahme Gedanken gemacht zu haben. Dann lohnt es sich, innerhalb von vier Wochen einen Widerspruch einzulegen.

Man kann in seinem Widerspruchsschreiben die Begründung auch erst einmal ankündigen. So gewinnt man Zeit. Denn der Widerspruch muss sowohl von der/dem behandelnden Ärztin/Arzt begründet werden als auch von der/dem Antragsteller/in selber. Da man bei der Antragstellung i.d.R. die Einwilligung gegeben hat, dass Informationen bei bestimmten Adressen ohne Ihr Zutun eingeholt werden dürfen, kann es interessant sein, Kopien der Entscheidungsunterlagen mit dem Widerspruch anzufordern. Evtl. fallen dann aber Gebühren an.

Unter Umständen lehnt der Kostenträger den Antrag über Jahre ab, z.B. wegen fehlender Arbeitsunfähigkeitszeiten. Er wird dann gegebenenfalls einen Gutachter einschalten, bei dem man zwingend vorstellig werden muss.