• Aut-idem-Verordnung von Schilddrüsenhormonen: Schilddrüsenhormonmedikamente gehören zu den Präparaten mit einer sogenannten geringeren therapeutischen Breite und empfindlicher Verstoffwechselung sowie wirkstoffkritischer Dosierung. Die Substitution (Ersatz) von solchen Medikamenten durch ein Generikum (Nachahmpräparat) kann in der Medizin ausgeschlossen werden, wenn durch geringfügige Unterschiede in der Bioverfügbarkeit des Medikamentes Dosierungsprobleme beobachtet werden können. 2014 hat der Gemeinsame Bundesausschuss Levothyroxin und Fixkombinationen aus Levothyroxin und Kaliumjodid auf die Austauschverbotsliste gesetzt. Ihr Arzt verordnet nun grundsätzlich „aut idem“. Es muss nicht mehr auf dem Rezept angekreuzt werden.
  • Grad der Behinderung (GdB) bzw. Grad der Schädigungsfolge (GdS): Der Anspruch auf die Einstufung ist in der Versorgungsmedizin-Verordnung (VersMedV) nachzulesen. Hier wird die Meinung vertreten, dass Schilddrüsenerkrankungen gut behandelbar sind. Anhaltende Beeinträchtigungen seien i.d.R. nicht zu erwarten. Selten auftretende Organkomplikationen, wie z.B. Rheumatoide Arthritis, müssen gesondert beurteilt werden. Eine Struma fließt entsprechend ihrer funktionellen Auswirkungen, sprich den Beschwerden in diesem Zusammenhang, mit ein. Der chronische Verlauf einer Autoimmunerkrankung oder der Verlust eines lebenswichtigen Organs bleiben unberücksichtigt. Die autoimmune Erkrankung mehrerer (endokriner) Organe (autoimmuner Formenkreis) wird einzeln betrachtet.
  • Frühberentung bzw. Erwerbsminderungsrente: Eine Frühberentung vor Ablauf von 45 Arbeitsjahren oder Erwerbsminderungsrente ohne Abschlag ist ohne die Anerkennung eines GdS nicht möglich.
  • Recht auf Rehabilitationsleistungen: Es ist nicht ganz einfach Leistungen abzurufen, z.B. in Form einer Stationären Rehabilitation (Kur). Daher ist diesem Thema ein eigenes Kapitel gewidmet.