Voraussetzung um eine Reha beantragen zu können, ist die medizinische Notwendigkeit. Sie kann beantragt werden, wenn erhebliche Beeinträchtigungen und Einschränkungen das tägliche Leben beeinflussen und ggf. die weitere Arbeitsfähigkeit gefährdet ist. Der Antrag setzt sich aus mehreren verschiedenen Formblättern zusammen, den man mit dem zusätzlich erforderlichen Ausdruck über die letzten Arbeitsunfähigkeitszeiten von der Krankenkasse erhält oder sich die Unterlagen vom Rentenversicherungsträger besorgt (s.u. Kostenträger). Einen großen Teil der Formblätter füllt man selber aus, indem u.a. die Reha-Ziele genau beschrieben werden sollten.

Ein bestimmter Teil des Reha-Antrags wird gemeinsam mit der/dem behandelnden Ärztin/Arzt ausgefüllt. Darin legt man mit der/dem Ärztin/Arzt die Prioritäten fest. Um welche Krankheitsbilder soll es bei der Reha schwerpunktartig gehen, z.B. Bluthochdruck, Lip-/Lymphödem, Depression, Arthrose o.ä.? Vielleicht empfiehlt Ihr/e Haus-/Facharzt/ärztin auch eine spezielle Klinik, die zu den individuellen Schwerpunkten Ihrer Erkrankungsbilder am besten passt. Leider gibt es in Deutschland keine Rehaklinik speziell für Schilddrüsenerkrankungen. Bei Nebennierenerkrankungen oder entzündlichen rheumatischen sowie psychischen Erkrankungen sieht die Versorgungslage wesentlich besser aus. Der Kostenträger muss Ihren Antrag innerhalb von 3-5 Wochen bzw. mit zusätzlichem Gutachten innerhalb von 7-9 Wochen bearbeitet haben.

Bei Schilddrüsenkrebs und anschließender Schilddrüsenoperation kann als Anschlussheilbehandlung (AHB) i.d.R. problemlos eine onkologische Nachsorge anschließen, die auf Nachfrage von der/dem behandelnden Onkologin/en in die Wege geleitet wird (s.u. Kostenträger).