• Antithyreoidale Substanzen: Sofern Sie keine schwere immunologisch vermittelte Hyperthyreose, also eine Thyreotoxische Krise haben, oder z.B. eine Jodkontamination, wird Ihr Arzt Sie mit einem Niedrigdosiskonzept behandeln. Zunächst wird eine sogenannte Initialtherapie gestartet, gegebenenfalls in Kombination mit einem Betablocker. In dieser Zeit sollte alle drei bis vier Wochen eine Kontrolle der Blutwerte stattfinden, bis Sie eine ausgeglichene (euthyreote) Stoffwechsellage erreicht haben. Nun beginnt die Erhaltungstherapie kontinuierlich über ein Jahr mit einer niedrigdosierten antithyreoidalen Substanz. Jetzt reicht es, wenn Ihr Arzt die Blutwerte alle zwei bis drei Monate kontrolliert. Der TSH-Wert sollte dabei zwischen 0,4 und 1 mU/l liegen. Nach einem Jahr der Therapie mit diesem Medikament wird Ihr Arzt Ihnen vielleicht vorschlagen, das Medikament wieder abzusetzen. Bei manchen Betroffenen ist eine Heilung zu beobachten. Andere müssen die Therapie fortführen. Dabei wird Ihr Arzt vielleicht nach einem weiteren Jahr erneut über ein Absetzen des Medikamentes mit Ihnen nachdenken, da die Einnahme des Präparates auch Nebenwirkungen, wie Hautjucken (Pruritus), Hautausschlag (Exantheme), Schmerzhaftigkeit der Gelenke (Athralgien), Muskelschmerzen (Myalgien), Störung des Gallenabflusses (Cholestasen), und Geschmacksstörungen haben kann.
  • Radiojodtherapie: Diese Therapieform wird Ihnen i.d.R. vorgeschlagen, wenn nach einer medikamentösen Therapie keine Heilung zu beobachten ist. Womöglich möchten Sie aber in Ihrem Beruf auch verbeamtet werden. Dann schlägt Ihr Arzt Ihnen vielleicht die Radiojodtherapie vor, „damit der Spuk ein Ende hat“. Sie erhalten i.d.R. im Rahmen eines stationären Krankenhausaufenthaltes ein radioaktives Medikament mit Jodid. Dieses wird von der Schilddrüse verstoffwechselt. Die Strahlung des Medikamentes zerstört langsam das Schilddrüsengewebe. Ein Therapieeffekt tritt nach dem Krankenhausaufenthalt, ca. 2-3 Monate später ein. Wenn die Herddosis des Medikamentes zu niedrig dosiert wurde, kann es zu Rezidiven der Morbus Basedow-Erkrankung kommen. Es gibt aber auch bei Vielen nach Jahren das Phänomen der Späthypothyreose. Dann muss T4 eingenommen werden. Jährliche Blutkontrollen zur langfristigen Kontrolle sollten stattfinden.
  • Operation: Diese Therapieform wird Ihnen i.d.R. vorgeschlagen, wenn Sie eine sogenannte Basedow-Struma entwickelt haben. Die Operation gilt bei der einfachen Morbus Basedow-Erkrankung nicht als Therapieform der ersten Wahl. Das sieht anders aus, wenn Sie einen bösartigen (malignen) Tumorverdacht haben, eine Thyreotoxische Krise (s.o.) trotz medikamentöser Behandlung oder eine besonders große Struma, die andere Körperstrukturen in diesem Gebiet stark beeinträchtigt. Vor einer chirurgischen Intervention ohne o.g. Hintergrund sollten Sie mit antithyreoidalen Substanzen eine sogenannte euthyreoidale (ausgeglichene) Stoffwechsellage erreicht haben. Um eine Hypothyreose nach der Operation zu vermeiden, wird Ihnen T4 in Tablettenform verordnet. Auch bei dieser Therapieform sollten Sie zunächst nach einem und nach sechs Monaten, anschließend jedes Jahr nachuntersucht werden.