Zunächst wird Ihr Arzt sich Ihre Beschwerden schildern lassen. Vielleicht wird er Ihnen auch sagen, dass seien alles „unspezifische Symptome“. Deshalb wird er zunächst vorschlagen, Ihr Blut zu untersuchen. Folgende Blutuntersuchungen sind bei einer Morbus Basedow-Erkrankung nach der Leitlinie Hyperthyreose mit der AWMF-Register Nr. 027/041 Klasse S1 sinnvoll:

  • TSH basal (grundlegendes, ohne Stimulation zu ermittelndes Thyreoidea stimulierendes Hormon): Die Bestimmung dieses Hormons gehört zur Basisdiagnostik einer jeden Schilddrüsenerkrankung. Nach Ansicht der Mediziner liegt bei einem Serumwert unterhalb des Normalbereiches eine Schilddrüsenüberfunktion vor. (Serumnormwerte sind laborabhängig, daher wird hier auf die Nennung des Referenzintervalls verzichtet)
  • T3 , T4 (Triiodthyronin, Thyroxin): Der größte Teil der Schilddrüsenhormone im Serum „schwimmt“ in einer gebundenen Form in unseren Blutbahnen. Die Bindung von T4 erfolgt an TBG (Thyronin-bindendes Globulin), TTR (Transthyretin) oder Albumin. Das weitaus größte Angebot der Transportbindungen stellen die TBGs dar. Auch das T3  bedient sich dieser Transportmittel im Blut. Allerdings ist ihr Anteil wesentlich geringer.
  • fT3, fT4 (stoffwechselaktives, freies Triiodthyronin, stoffwechselaktives, freies Thyroxin): Damit aus T4 im Serum das für eine Stoffwechselaktion interessante fT4 wird, muss es sich von seinem „Transporter“ trennen. Dann kann es z.B. in der Leber deiodiert werden, d.h. in fT3 umgewandelt werden. Das fettlösliche fT3 wird für die Stoffwechselaktivität des Zellkerns einer jeden Körperzelle benötigt.
  • TRAK (Thyreotropin-Rezeptor-Antikörper oder TSH-Rezeptor-Antikörper): Diese Antikörper sind verantwortlich für die Erkrankung M. Basedow, da sie unmittelbar die Symptome der Erkrankung auslösen. Die Labormediziner unterscheiden zwei Formen dieser Autoantikörper:
    • Die stimulierenden Antikörper (thyroid stimulating antibodies, TSAb oder sTRAb)
    • Die blockierenden Antikörper (thyroid blocking/inhibiting antibodies, TBAb oder iTRAb).

Für den Verlauf der Erkrankung wird sich Ihr Arzt zurzeit in erster Linie auf die stimulierenden TRAK konzentrieren.

  • Ultraschall: Die sogenannte Sonographie ist ein schnelles, kostengünstiges Verfahren zur Beurteilung Ihrer Schilddrüse. I.d.R. erkennt Ihr Arzt im Zusammenhang mit dieser Erkrankung eine symmetrisch, diffuse Struma (Schilddrüsenvergrößerung) und eine auffällig echoarme Binnenstruktur. Differentialdiagnostisch ist deshalb nach echoarmer Schilddrüse immer eine Hashimoto Erkrankung abzugrenzen. Andere Schilddrüsenerkrankungen, die ebenfalls die Symptome einer Hyperthyreose zeigen, bilden das Schilddrüsengewebe nicht echoarm ab.
  • Szintigraphie: Vielleicht möchte Ihr Arzt um andere Schilddrüsenerkrankungen auszuschließen noch eine Szintigraphie veranlassen. M. Basedow zeigt hier typischerweise eine diffuse, homogene Mehrspeicherung in einer symmetrisch vergrößerten Schilddrüse.