Da Ihre Autoimmunerkrankung im medizinischen Verständnis zu den Unterfunktionserkrankungen der Schilddrüse gehört, werden hier genau diese Symptome beschrieben. Symptome der Überfunktion können Sie auch unter der Erkrankung Morbus Basedow nachlesen. Das Schilddrüsenhormon fT3 (stoffwechselaktives, freies Trijodthyronin) regelt die Stoffwechselaktivität in allen körpereigenen Zellen. Durch ein zu geringes Angebot im Blut oder eine Aufnahmehemmung (Resistenz) kommt es zu einer Stoffwechselverlangsamung und einem herabgesetzten Energieumsatz im Körper.

Einige Symptome können Sie sehen und hören. Dazu gehören Gesichtsschwellungen, Schwellungen des Gewebes in der Augenhöhle (Orbita) und der Augenlider, trockene und raue Haut mit Neigung zu Hornhautverdickungen (Hühneraugen), trockene, lichtempfindliche Augen, Haarbruch oder -ausfall und eine tiefere bis raue Stimme.

Andere Symptome, die Sie an sich wahrnehmen, können Sie oder Ihr Arzt z.T. auch messen. Sie werden ihm erzählen von einer Gewichtszunahme ohne Änderung Ihrer Ernährungsgewohnheiten, vielleicht sogar von einer Verstopfungsproblematik, Herzrhythmusstörungen, Blutdruckproblemen, Verkrampfung Ihrer Muskulatur, einer erniedrigten Körpertemperatur mit der Neigung zum Frieren (Kälteintolleranz), Abnahme des Schwitzens und Menstruationsstörungen (Unregelmäßigkeit, lange Blutungszeiten) mit Abnahme der Libido sowie Müdigkeit, Konzentrationsstörungen bis zur Vergesslichkeit.

Bei der Untersuchung Ihres Blutes wird Ihr Arzt erhöhte Cholesterinwerte und Symptome, die auf einen Eisenmangel hindeuten, u.U. im Blut messen können. Die Entgleisung Ihrer Unterfunktionssymptomatik bei Hashimotothyreoiditis kann sich manchmal in einem allgemeinen Myxödem zeigen. Dabei handelt es sich um eine hormonell (T3) krankheitsbedingte Einlagerung von Zucker-Eiweiß-Verbindungen, die eine hohe Wasserbindungsfähigkeit haben. Der Körper kann diese nicht ausreichend abbauen. Deshalb kommt es zu teigigen Schwellungen am gesamten Körper, die sich mit dem Fingertest nicht wegdrücken lassen. Befindet sich unser Körper in einer Situation, in der er deutlich mehr fT3 benötigt, als vorhanden ist (z.B. plötzlicher Kälteeinbruch) oder nachgeliefert werden kann, kommt es i.d.R. langsam zu diesem Ausnahmezustand. Erhalten Sie keine Behandlung, treten am Ende Bewusstseinsstörungen bis hin zum Koma auf. Sie gehören dann sofort in ärztliche Behandlung.